Generationen- und Jahreszeitenwechsel
Ks. Mitte September begab sich der UFKV zum 5. Mal ans Nationale Pferdezentrum nach Bern um zwei Tage lang Pferde und Reiter spielerisch an die festen Sprünge im Gelände heranzubringen.
Die rekordverdächtige Anzahl von 22 Pferden zeigte uns, dass das Interesse an dieser Art von Training nicht etwa weniger wird sondern im Gegenteil von Jahr zu Jahr zunimmt.
Hatte bisher Stephan Mahrer den Anlass jedes Jahr super organisiert, gab er nun in diesem Jahr die Leitung an seine Tochter Simone weiter. Simone meisterte diese Aufgabe mit Bravour und wir freuen uns schon aufs nächste Jahr J .
Wie erwähnt war es also bereits das fünfte Mal dass wir in Bern waren und neun von uns waren all die Jahre mit dabei: Susanne, Sladjana, Jakob, Stephan, Andrea, Simone sowie unsere beiden Trainer Paul Schmid und Hansjörg Frey (und meine Wenigkeit).
Am Samstagmorgen war etwas Improvisation gefragt: auf dem Gelände fand gleichzeitig noch ein Turnier statt, somit war der grosse Allwetterplatz, auf dem wir normalerweise unsere Morgentrainings absolvieren, belegt. Hansjörg stiess erst am Nachmittag zu uns und so gab es ein straffes Programm: die 4 Trainingsgruppen wurden im Halbstundentakt im Gelände von Simone Mahrer erwartet. Simone macht zurzeit die Ausbildung zur Bereiterin und organisierte auf der Sandbahn das Aufwärmen. Nach dieser lösenden halben Stunde ging’s dann weiter in eine der Hallen wo Paul schon auf die Reiter mit einem lockeren Gymnastiktraining wartete.
Wie in den letzten Jahren durften wir uns wiederum im Restaurant Specht verpflegen und so war dann nach dem ersten lockeren Training ein feines Mittagessen angesagt, bevor die ersten beiden Gruppen im Stall sich und ihre Pferde „geländetauglich“ ausstatteten. Mit Rückenschutz, Helm, Stollen, Springglocken und was sonst noch dazugehört traf man sich dann gestärkt auf dem grossen Militarygelände des NPZ.
Es erfordert immer viel Fingerspitzengefühl und Konzentration von den Trainern um die unterschiedlichen Pferde und Reiter an die festen Geländesprünge heranzuführen. Sei es dass es unerfahrene Reiter sind oder aber erfahrene Militaryreiter mit jungen Pferden. So war man froh dass am Abend alle Pferde wieder gut versorgt in Ihren grosszügigen Boxen standen und wir uns aufmachen konnten Richtung Unterkunft. Hm, Richtung Unterkunft: wer die Geschichten der letzten vier Jahre mitverfolgt hat (oder sie am eigenen Leib miterlebt hat) weiss, dass sich der Weg zur Unterkunft immer etwas als schwierig erweist. Ist ja auch nicht verwunderlich bei der grossen Anzahl verschiedener Möglichkeiten und einem fast ganz ausgehöhlten Boden unter dem Eisstadion. Auch diesmal brauchten wir zwei Anläufe und einen lieben Specht-Wirt der uns mit dem Auto zu Hilfe kam.
Erzählt sei noch dass 12 Frauen mit 2 Duschen schneller für den Abend gestylt waren als unsere 4 Männer J . Nach einem feinen Nachtessen durften wir gleich sitzen bleiben und konnten uns die tollen Video’s anschauen welche Andrea und Stephan Mahrer von uns gemacht hatten.
Es ist immer wieder eine tolle Sache zum Dessert den Tag nochmals in bewegten Bildern erleben zu dürfen.
Nach einer mehr oder weniger kurzen Nacht (ich sage nur: Venga Boy’s) setzte sich der Tross Frühmorgens Tröpfchenweise Richtung Stall in Bewegung damit unsere braven Pferde vor den Leistungen des Tages ihr wohlverdientes Futter fressen konnten.
Nach einem reichhaltigen Zmorgebuffet war Parcoursreiten mit fallenden Hindernissen auf dem Allwetterplatz angesagt. Das Turnier fand nur am Samstag statt, sodass wir die Anlage am heutigen Sonntag wieder für uns hatten. Simone hatte am Vorabend noch alle gefragt wie hoch sie den Parcours springen möchten um eine provisorische Startliste zu erstellen.Also absolvierten alle die sich und ihre Pferde noch als fit genug einstuften nach dem Aufwärmen und abreiten bei Paul, einen Springparcours unter der Aufsicht von Hansjörg. Er korrigierte und liess die einen Reiter Teile des Parcours wiederholen. Allzu streng nahmen wir uns und die Pferde allerdings nicht heran da ja am Nachmittag der mit kribbeln erwartete Cross auf dem Programm stand. Hansjörg und Paul hatten sich zwei verschieden schwere Crossstrecken ausgedacht in denen die Elemente welche wir tags zuvor geübt hatten eingebaut waren. Wiederum konnten die Reiter selber entscheiden, welche Strecke sie sich mit ihren Pferden zutrauten und so startete man ins Gelände. Es war für alle ein gelungener Abschluss von zwei anstrengenden, aber tollen Tagen und nachdem gemeinsam in den Ställen für Ordnung gesorgt wurde, machte man sich auf den Heimweg. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Paul, Hansjörg und Simone, welche dieses Wochenende zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.
2 Generationen: Simone und Stephan Mahrer
Vielen Dank den Fotografen Barbara Bühler und Nina Häfelfinger.

